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Chronik Schützengilde St. Ägidius Ailringen von 1956 e.V.
Am 22.04.1956 wurde die Schützengilde von 13 schießsportbegeisterten Personen als
Schützenverein Ailringen gegründet. Die Gründer fanden Unterstützung bei dem damaligen
Kreisschützenmeister Ludwig Späth (Kreis Bad Mergentheim) und dem Oberschützenmeister des
Schützenvereins Althausen Hermann Egner. Bereits Ende 1956 begann man unter Vorstand Otto Wolpert
mit der Planung des jetzigen Schützenhauses mit Schießstand. Das Bauvorhaben konnte auf
einem von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Gelände in Angriff genommen werden und wurde zum
überwiegenden Teil aus privaten Mitteln der Vereinsmitglieder finanziert. Ab 19.04.1958 führte
Alois Christ den Verein. Bis zur Einweihung des Schützenhauses am 13.07.1958 schoss man im Saal des
Vereinslokals „Zum Herzog Anton“. Die Mittel für die Anschaffung des ersten vereinseigenen Luftgewehres
erarbeiteten sich die Vereinsmitglieder durch den Betrieb einer Schießbude bei Festen im Dorf.
Dass neben der umfangreichen Aufbautätigkeit auch das sportliche Schießen in dieser Zeit
nicht zu kurz kam, zeigen zahlreiche Erfolge. So hatte man bereits 1958 mit Karl Wunderlich II einen
Kreismeister in den eigenen Reihen. Im Jahre 1961 wurde der Schützenverein Ailringen auf den Namen
des Ortspatrons der Gemeinde Ailringen, in „Schützengilde St. Ägidius“ umbenannt.
Von 1960 bis 62 war der Schützengilde auch eine Reitergruppe angegliedert, die bei feierlichen
Anlässen eine Standarte präsentierte. Mit der Jugendarbeit in der Schützengilde
begann man ab 1963. Die Jungschützen konnten sich zunächst auf Kreisebene, später auch auf
Bezirksebene bei Meisterschaften erfolgreich platzieren.
Damit auch abends geschossen werden konnte (es gab damals im Schützenhaus weder Strom- noch
Wasseranschluß), wurde ein von der Gemeinde zur Verfügung gestellter Saal unter dem
Kindergarten ab 1964 als Luftgewehr-Schießbahn genutzt. Im Jahr 1968 hatte der Verein bei
450 Einwohnern bereits 63 Mitglieder. In diesem Jahr hielt man auch das erste große Heimatfest in
Ailringen ab. Im Rahmen dieses Festes wurde auch die Vereinsfahne geweiht. Im Jahr 1972
entschloss man sich zur Installation einer Gasbeleuchtung im Schützenhaus. Der wachsenden Zahl von
Schützen trug man 1974/75 mit dem Bau einer Luftgewehrhalle und der Anschaffung eines
Notstromaggregats Rechnung. Diese Investition zeigte ihre Früchte mit dem Aufstieg der
Luftgewehrmannschaft in die Bezirksklasse. Einen weiteren Ausbau der Gasträume im Schützenhaus
nahm man 1979 in Angriff, welcher 1980 mit einem Einweihungsschießen seinen Abschluss fand. Seit
dem 16.03.1981 müssen die Schützen vor Trainingsbeginn nicht mehr das Notstromaggregat starten.
An diesem Tag wurde das von 40 Mitgliedern über 995m in der Erde verlegte Stromkabel angeschlossen.
Im gleichen Jahr fand im Sommer anlässlich des 25-jährigen Vereinsjubiläums ein Heimatfest
statt.
Die Ausstattung zunächst des KK-Standes und später auch des LG-Standes mit elektrischen
Scheibenzuganlagen wurde Mitte der 80er Jahre in Angriff genommen.
In den folgenden Jahren baute die Schützengilde ihre sportlichen Aktivitäten aus, was sich in
sehr guten Einzel- und Mannschaftsergebnissen widerspiegelte. Zahlreiche vorderste Platzierungen bei
Kreis- und Bezirksmeisterschaften sowie der Aufstieg bis in die Bezirksoberliga belegen diese positive
Entwicklung.
Die eingeschränkten Möglichkeiten in der bestehenden Küche des Schützenhauses gaben den Anlass dazu
nach einer Verbesserung zu suchen. Die Zusage der Gemeinde zur finanziellen Unterstützung
erleichterte die Entscheidung zur Durchführung einer Baumaßnahme. Nach eingehenden
Beratungen wurde die Erweiterung des Schützenhauses in südliche Richtung beschlossen. Im
Sommer 2000 begannen viele freiwillige Helfer mit dem Anbau, der in den folgenden Monaten
größtenteils in Eigenleistung errichtet werden konnte. Die Fertigstellung der geräumigen
Küche und des vergrößerten Gastraumes konnte bereits im Juni 2001 beim alljährlichen
Sommerfest gefeiert werden.
Im März 2004; Walter Hofmann, Schriftführer
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